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Besuch der baden-württembergische Landesvorsitzende Dr. Sandra Detzer im Landkreis Sigmaringen

24.03.2017: (is) Bereits Ende März besuchte die baden-württembergische Landesvorsitzende Dr. Sandra Detzer unseren Landkreis. Thematisch zeigte ich ihr im Landkreis Sigmaringen zwei außerschulische Lernorte. In Sigmaringen-Laiz besuchten wir das grüne Klassenzimmer „Wunderfitz“. Seit 2013 gibt es im Grünen Zimmer von Laiz die Waldschule. Direkt von den Förstern erfuhren und erlebten wir, wie effektiv Waldpädagogik sein kann. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Nachfrage ist riesig nach den Veranstaltungen, die am Vor- oder Nachmittag im Wunderfitz stattfinden. Hier zeigen sich die großen Vorteile der außerschulischen Lernorte: Lernen sie doch draußen mit allen Sinnen auf eine interessante und spannende Art und Weise. Auch wir „alten Hasen“ spürten im Rollenspiel mit der Försterin, wie empfindlich doch das Ökosystem Wald sein kann.  

Eine ausführliche Diskussion zur Thematik führten wir anschließend auf dem Bauernhof der Familie Göhring in Rulfingen. Frau Göhring berichtet uns, auch sie habe eine große Nachfrage nach ihrem Lernortbauernhof. Schnell wird klar, dass alle Beteiligten profitieren, vom Kindergartenkind bis zu den Schülern der weiterführenden Schulen. Auch Göhring bestätigt, dass „draußen“ neben der Sachkompetenz auch die Selbst- und Sozialkompetenz gefördert wird. „Hier findet jedes Kind seine Stärke“, bestätigt auch Hildegard Pfister.

Auf ihrem Lernortbauernhof in Bingen erfahren die Kinder, dass sie etwas können. So lernen die Einen Melken, die Anderen lernen den Unterschied zwischen Heu und Stroh und die Nächsten wiederum können stundenlang mit Engelsgeduld eine Kuh beobachten. Auch Cordula Keller vom Sigmaringer Landratsamt weiß um die Vorteile dieser Lernorte. Schade sei jedoch die schlechte Nachfrage nach Weiterbildungen der Pädagogen. Sie macht deutlich, dass Hindernisse reduziert werden müssten.

Dazu gehöre aus ihrer Sicht auch das Erkennen der Potentiale von außerschulischen Lernorten. „Hier wird der Bedarf zu wenig erkannt und der Organisationsaufwand dagegen gestellt“, sagt Cordula Keller in Rulfingen. Seit 2012 gibt es die Landesinitiative „Lernort Bauernhof in Baden-Württemberg“. Kritisiert wird das bürokratische Verfahren zur Abrechnung.  

MdL Andrea Bogner-Unden (Grüne) ist überzeugt: „Lernen ist vor Ort einfach sinnvoller“. So will sie diese Lernform an den Schulen bekannter machen und im Bildungsausschuss die praktische Umsetzung des neuen Lehrplans ansprechen. Ihr Ziel ist es, die nachhaltigen Angebote der außerschulischen Lernorte praktikabel zu gestalten.  

Hier noch die Fotos vom 24.03.2017:

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