Landtagsabgeordneten Andrea Bogner-Unden spricht mit der Stettener Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität über möglichen Steinbruch in Stetten a.k.M.

13.06.2017: (ABU) In dieser Woche traf sich die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden mit der Stettener Bürgerinitiative zur Erhaltung von Umwelt und Lebensqualität in Stetten a.k.M.

Vor dem Hintergrund eines möglichen Steinbruchs zwischen Stetten a.k.M. und Oberglashütte zeigte Lothar Löffler der Abgeordneten das Gebiet vor Ort.

Nach Informationen der Stettener Bürgerinitiative plant die Firma Glashütter Naturweis GbR aus Schwenningen am Rande des Truppenübungsplatzes (Gewann Obere Höhe) einen Steinbruch einzurichten, um möglicherweise vorhandenen, hochreinen Kalkstein abzubauen.

Lothar Löffler und weitere Verantwortliche der Stettener Bürgerinitiative nutzten das persönliche Treffen mit der grünen Landtagsabgeordneten, um ihre Bedenken bezüglich der Abbaupläne deutlich zu machen.

Aktuell interessiert die Bürgerinitiative besonders die Ergebnisse der Gesteinsproben, die von der Firma Glashütter Naturweis GbR genommen wurde.

Bedenken der Bürgerinitiative bezogen sich auf die tatsächliche Mächtigkeit und die Ausbreitung möglicher Vorkommen an hochreinen Kalken im projektierten Gebiet, auf Wasser- und Grundwasserfragen und die Frage nach einem Abbau unter Einsatz von Sprengmitteln innerhalb der verkarsteten, hochsensiblen Zone.

Immerhin seien diesbezüglich an den in nur geringer Entfernung liegenden Sprengplatz der Bundeswehr höchste Anforderungen gestellt, erklärte Lothar Löffler vor Ort. Nach Ansicht der Bürgerinitiative könne hier nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

Natürlich spielte auch die Frage nach der zusätzlichen Belastung der Anwohner durch Sprengungen und LKW-Verkehr eine zentrale Rolle. Immerhin liegen die Orte Oberglashütte, Stetten am kalten Markt und die Albkaserne in unmittelbarer Nähe, betonte die grüne Landtagsabgeordnete.

Auch die Lage des Vorhabens im Wasserschutzgebiet „Großer Heuberg“, das direkt angrenzende FFH- und Vogelschutzgebiet und die nur geringen Entfernungen zu weiteren Steinbrüchen wurden ausgiebig thematisiert.

MdL Bogner-Unden versprach, sich um die Beantwortung der Fragen der Bürgerinitiative zu kümmern, und eventuell weitere Informationen vom Umweltministerium und vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben zu erhalten.

Bild: MdL Bogner-Unden (2.v.re) spricht mit den Vertretern der Bürgerinitiative Manfred Grom (li), Lothar Löffler (2.v.li.) und Christa Waibel (re.).

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