MdL Bogner-Unden spricht mit Polizeihauptkommissar Neuburger in Sigmaringen

14.05.2018: Vergangenen Montag traf die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden den kommissarischen Leiter des Polizeireviers Sigmaringen zu einem Fachgespräch. Nachdem Ulrich Neuburger, Erster Polizeihauptkommissar, Anfang April die Leitung des Reviers in Sigmaringen übernommen hatte, machten die beiden im Gespräch deutlich, dass Ihnen ein guter, vertrauensvoller Austausch wichtig ist. So wurde die Versorgung mit Polizeikräften im Revier Sigmaringen, die Maßnahmen am Bahnhof Sigmaringen, das Sicherheitsempfinden, Öffentlichkeitsarbeit, Sicherheitsdienste und Abschiebungen thematisiert.

Grundsätzlich zeigte sich Polizeihauptkommissar Neuburger zufrieden. Zuverlässig erhalte er seit über einem Jahr täglich bis zu acht zusätzliche Polizeibeamte des PP Einsatz zur Verhinderung von Sicherheits- und Ordnungsstörungen. Jedoch bereitet Neuburger die die langfristige Versorgung mit Polizeikräftenachwuchs Sorgen. Auch bei der Polizei Sigmaringen gebe es noch starke Jahrgänge, die in absehbarer Zeit pensioniert werden.
Im Hinblick auf eine „steigende Respektlosigkeit“ gegenüber den Polizeikräften wies Neuburger auf Jugendliche und einen geringen Prozentsatz an LEA-Bewohnern in Sigmaringen. MdL Bogner-Unden und Neuburger sind sich einig, dass diese den Ruf aller LEA Bewohner in Mitleidenschaft ziehen. Jedoch werde die verstärkten Polizeipräsenzen in Sigmaringen und auch der Sicherheitsdienst am Bahnhof sehr wohl von der Bevölkerung wahrgenommen. „Wir wollen mit einer proaktiven Öffentlichkeitsarbeit die Erfolge der Polizei aufzeigen,“ so Neuburger.

Er hofft dabei auf Unterstützung durch den neuen Leiter der LEA in Sigmaringen. MdL Bogner-Unden unterstrich ihr Angebot des „Gehört Werdens“ und versicherte, dass auch sie als Politikerin sehr wohl hinschaue und Aktionen auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt.
Mittlerweile laufe der regelmäßige Austausch zwischen der Polizei, dem Regierungspräsidium Tübingen, dem Sicherheitsdienst und der ORS, die die Asylbewerber*innen in der LEA Sigmaringen betreuen, sehr gut. Die Zusammensetzung der Bewohner in der LEA Sigmaringen ist für Polizei entscheidend. „Aktuell haben wir keine herausragende Anzahl von gewissen Gruppierungen,“ erklärt Polizeihauptkommissar Neuburger. So würde sehr wohl bei der Belegung der Gebäudekomplexe darauf geachtet, dass unterschiedliche Nationalitäten in einem Gebäude untergebracht sind. Im Hinblick auf Abschiebungen betont der Polizeihauptkommissar, dass die Polizei in Sigmaringen noch nie Probleme hatte. Jedoch sei es für die Polizei frustrierend, wenn Abschiebungen nach dem Transport an den Flughafen nicht vollzogen werden.

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