Pressemitteilung zum Thema „Polizeipräsenz in Sigmaringen“

30.08.2016: (ABU) Andrea Bogner-Unden (GRÜNE) gegen Reduzierung der Polizeidienststelle in Sigmaringen. Personalstärke des Polizeireviers Sigmaringen wurde um drei Beamte reduziert. Ein Sprecher des Innenministeriums begründet dies mit gesunkener Belegungszahl der Erstaufnahmeeinrichtung.

Auch wenn die Zahl der Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle Sigmaringen auf ca. 500 gesunken ist, kommen die Anwohner nicht wirklich zur Ruhe. Ein Grund dafür liegt darin, dass zwischenzeitlich deutlich mehr Menschen aus schwierigen Herkunftsländern dort stationiert sind. „Dies sorgt unter den Asylsuchenden zu weit überdurchschnittlich großen Problemen, insbesondere zu nächtlichen Ruhestörungen, nicht zuletzt verursacht durch Alkoholmissbrauch“, so Andrea Bogner-Unden und sie ergänzt: „Besorgte Bürgerinnen und Bürger haben mich darüber unterrichtet, dass die Polizei bereits wiederholt vom Sicherheitsdienst der Kaserne eingeschaltet werden musste.“

Trotzdem wurden drei Beamte vom Polizeirevier Sigmaringen abgezogen. Diese Tatsache hat die Landtagsabgeordnete dazu bewogen, sich mit dem Problem ans Innenministerium zu wenden. Dort ist man der Meinung, insgesamt sei eine deutliche Entspannung im Bereich der Sicherheits- und Ordnungsstörungen in Sigmaringen festzustellen.

Ausdrücklich wird darüber hinaus darauf hingewiesen, „dass das Polizeipräsidium Konstanz im Bereich Sigmaringen lageorientiert durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums bei der Bekämpfung und Verhinderung von Sicherheits- und Ordnungsstörungen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen unterstützt wird“ und es wird versichert, „dass trotz der Reduzierung beim Polizeirevier Sigmaringen um drei Beamte die Interventionsfähigkeit der Polizei in der Erstaufnahmeeinrichtung ebenso gewährleistet ist, wie eine bedarfsorientiert angemessene Polizeipräsenz im Bereich der Stadt Sigmaringen“.

Andrea Bogner-Unden kann diese Einschätzung des Ministeriums zwar nachvollziehen, steht ihr aber dennoch nicht ganz unkritisch gegenüber. „Ich bin gespannt, welche Rückmeldungen ich von den Anwohnern im Bedarfsfalle erhalten werde. Mein Wunsch ist dennoch, dass eine positive Begegnung der Kulturen stattfinden kann. Diese ist, um Sigmaringens Bürgermeister Schärer zu zitieren, ‚der einzig richtige Weg, um ein friedliches und gutes Miteinander zu gewährleisten‘.“

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