Auf Einladung von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch besuchte ich den Bauernhof von Familie Göhring in Rulfingen. Foto: Vera Romeu

Tiergestützte Therapie auf dem Bauernhof

Vergangene Woche besuchte ich auf Einladung von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz) den Bauernhof von Familie Göhring in Mengen-Rulfingen. Andrea Göhring bietet seit längerer Zeit eine tiergestützte Therapie für Kinder mit Behinderungen an. Leider ist die tiergestützte Therapie Leistung nicht im Katalog der Gesundheitskassen enthalten. Mir ist es als Landtagsabgeordnete besonders wichtig, mich für diese Therapieform einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass der Kontakt von Kindern und älteren Menschen mit Bauernhoftieren eine therapeutische Wirkung hat. Zudem ist es von gesellschaftlichem Mehrwert, wenn sich auf den regionalen Bauernhöfen ein zweites wirtschaftliches Standbein etablieren kann.

Herr Beierl von der AOK Ravensburg konnte mir zunächst leider nicht weiterhelfen. Hintergrund ist, dass Therapien, Behandlungsmethoden, Arzneimittel usw. (und damit auch Therapien mit Tieren) immer durch den “Gemeinsamen Ausschuss Bund der GKV” – angedockt beim Bundes-Gesundheitsministerium, zugelassen werden müssen. Basis für die Zulassung sind die wissenschaftlichen Studien und Evaluationen einer Behandlung/Therapie mit dem Nachweis des therapeutischen Nutzens. Hierzu gibt es Richtlinien zum § 92 SGB V.

Ich wünsche Andrea Göhring und den ebenso engagierten Frauen auf den regionalen Bauernhöfen von Herzen alles Gute!

Andrea Bogner-Unden

Bericht in der Schwäbische Zeitung, Mengen, 9. Juni 2020

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