Foto: Ina Schultz

Soforthilfeprogramm für Sportvereine und -verbände

Das Kabinett der baden-württembergische Landesregierung hat in der vergangenen Woche ein Soforthilfeprogramm für Sportvereine und -verbände in Baden-Württemberg bewilligt. Mit diesem Programm unterstützt das Land Sportvereine und Sportfachverbände, die unverschuldet in einen existenzgefährdeten Liquiditätsengpass geraten sind. 11,635 Millionen Euro stellt das Land zu diesem Zweck zur Verfügung, von denen das Land 10 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellt. Die restlichen Gelder werden durch Umschichtungen von Mitteln des Solidarpakts Sport III erbracht.

Als ehemalige Sportlehrerin mit jahrzehntelangem Engagement als Übungsleiterin weiß ich, wie wichtig die Sportangebote der Vereine für die körperliche, soziale und emotionale Gesundheit von Kindern, SchülerInnen, Erwachsenen und Senioren sind. 

Als Mitglied der Vorstandschaft meines örtlichen Turnvereins kenne ich die finanziellen Engpässe der Vereine, wenn die regionalen Feiern und die damit verbundenen Geldeinnahmen wegfallen, die wegen Corona nicht stattfinden konnten und können.

Die Inanspruchnahme der Mittel setzt voraus, dass die bestehenden Hilfsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sind (insbesondere die Soforthilfe Corona für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Wirtschaftsministeriums und die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld) und aufgrund der Corona-Pandemie ein existenzgefährdender Liquiditätsengpass besteht. Sollte der Jahresabschluss wider Erwarten doch positiv ausfallen, ist die Soforthilfe bis zur Höhe des Überschusses entsprechend zurückzuzahlen. Die Beantragung erfolgt über die regionalen Sportbünde, ab dem 25. Juni. Zur Beantragung ist eine eidesstattliche Versicherung durch die vertretungsberechtigte Person des Sportvereins bzw. der Sportfachverbände abzugeben.

Die Antragsformulare können hier abgerufen werden: https://www.wlsb.de/corona/soforthilfe-sport

Alle wichtigen Informationen und Hinweise zur Antragsstellung sind dort ebenfalls abrufbar.

Weitere Liquiditätssicherung über Übungsleiterzuschüsse

Um Sportvereine zusätzlich zu unterstützen und ihre Liquidität sicherzustellen, können die Übungsleiterzuschüsse für die Monate März bis Ende Juni 2020 auf der Basis der Vorjahreszahlen ausgezahlt werden. Das bedeutet, dass die während dieser Zeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattgefundenen Übungs- und Trainingsstunden trotzdem vergütet werden. Sollte weiterer Bedarf bestehen, kann die Verfahrensweise auch für das zweite Halbjahr 2020 Anwendung finden. Das Geld für diese Unterstützung stammt aus den dafür im Solidarpakt Sport III veranschlagten Mitteln in Höhe von 16,7 Millionen Euro.

Andrea Bogner-Unden

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