Potenzialanalyse des Verkehrsministeriums attestiert Ablachtalbahn hohes Nachfragepotenzial

Das Land Baden-Württemberg hat sich das Ziel gesetzt, den öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Ein wichtiger Beitrag dazu ist die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken. Um die Mittel für Reaktivierungen optimal einzusetzen, hat das Land eine vergleichende Potenzialuntersuchung durchgeführt. Insgesamt 42 Strecken in Baden-Württemberg wurden dabei hinsichtlich ihres Fahrgastpotentials untersucht. Heute wurden die Ergebnisse dieser Potenzialanalyse in einer Online-Veranstaltung um 15 Uhr vorgestellt. Mehrere Bahnstrecken aus dem Landkreis Sigmaringen sowie dem Zollernalbkreis kommen demnach für eine Reaktivierung in Frage.

„Das ist ein starkes Signal für eine künftige Bahnstrecke der Ablachtalbahn“, freut sich die Grüne Abgeordnete Andrea Bogner-Unden über das Ergebnis der landesweiten Potenzialanalyse, welche stillgelegten Bahngleise in Baden-Württemberg reaktiviert werden könnten.

„Das Ergebnis ist eindeutig: Die Strecke von Sigmaringen/Mengen über Krauchenwies und Stockach hat hohes Nachfragepotenzial. Jetzt liegt es an den Kommunen, die Chance zu nutzen und das Projekt einer Reaktivierung der Ablachtalbahn zu pushen. Die Gemeinden Meßkirch und Sauldorf haben hier bereits den ersten wichtigen Schritt getan. Ich sage weiterhin meine volle Unterstützung zu. Es ist erfreulich, dass unser Verkehrsminister Winfried Hermann ebenfalls den Bahnverkehr im Land so konsequent vorantreibt.“

„Ob Schönbuchbahn, Ammertalbahn oder Seehäsle – es gibt zahlreiche Erfolgsgeschichten, wie stillgelegte Gleise zum Leben erweckt wurden“, betont Andrea Bogner-Unden. Die Ablachtalbahn könnte die Erfolgsgeschichte fortschreiben, wie die Analyse des Verkehrsministeriums ergeben hat.

Insgesamt 42 Strecken in Baden-Württemberg wurden hinsichtlich ihres Fahrgastpotenzials untersucht.

  1. Der Strecke der Ablachtalbahn von Sigmaringen/Mengen über Krauchenwies und Stockach hat laut Studie ein hohes Potenzial. Konkret bedeutet das: Jetzt kann es an die Planung gehen!
  • Der Strecke Engstingen – Gammertingen (Schwäbische-Alb-Bahn) wurde mittleres Potenzial bescheinigt. Vor weiteren Schritten stehen hier zunächst vertiefte Analysen an.
  • Laut der Analyse eignet sich die Strecke Altshausen – Pfullendorf (Räuberbahn) für den Gelegenheitsverkehr/touristischen Verkehr.
  • Auch aus meinem Betreuungswahlkreis, dem Zollernalbkreis, wurden mehrere Strecken im Rahmen der landesweiten Potenzialuntersuchung analysiert. So wurde den Strecken Albstadt-Ebingen – Albstad-Onstmettingen (Talgangbahn) und Balingen (Württ) – Schömberg – Rottweil (Zollern-Alb-Bahn 3) ebenfalls ein hohes Potential attestiert.

Das Land unterstützt die Reaktivierung von Bahnstrecken durch die Finanzierung von Machbarkeitsstudien und Investitionskosten sowie die komplette oder anteilige Finanzierung des laufenden Bahnbetriebs.

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