Preisverleihung Förderpreis_Rheinmünster

„Ehrenamt macht Schule“ – Förderpreis des Landesverbands der Schulfördervereine Baden-Württemberg

19.06.2018: Andrea Bogner-Unden, MdL: „Die Schulfördervereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer Schullandschaft – dies wird auch mit den ausgezeichneten Projekten deutlich“

Ich freue mich, dass der Landesverband der Schulfördervereine mit dem dieses Jahr neu eingerichteten Förderpreis „Ehrenamt macht Schule“ die Aufmerksamkeit auf die wichtige Arbeit unserer Schulfördervereine lenkt. Es sollen Projekte belohnt werden, die im besonderen Maße eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus fördern, Dialoge einleiten und Austausch anregen. Das Motto des Förderpreises 2018 lautet daher:

„Gemeinsam mehr erreichen! Erziehungspartnerschaften an Schulen“.

Nachhaltigkeit ist derzeit ein wichtiges Thema und auch beim Förderpreis ist es von Bedeutung. So wurden Projekte als besonders prägend und förderlich angesehen, die eine nachhaltige Ausrichtung haben, d.h. über einen langen Zeitraum – sei es dauerhaft oder turnusmäßig – umgesetzt werden. Insgesamt haben sich 63 Schulfördervereine aus ganz Baden-Württemberg mit den unterschiedlichsten Projekten beworben. Diese reichen vom gemeinsamen Betrieb der Schulmensa durch Lehrer, Eltern und Schüler*innen, über Leseabende durch Eltern für Schüler*innen, dem Engagement in der Entwicklungspolitik, bis zur umfassenden Gewaltprävention an Schulen und spiegeln so das vielfältige Engagement der Vereine wider.

Für mich war es daher eine große Ehre, sowohl als Jury-Mitglied beim Förderpreis mitzuwirken, als auch die Laudatio bei der Preisverleihung am 14. Juni 2018 in Stuttgart für den 1. Platz halten zu dürfen. Ich gratuliere ganz herzlich allen Preisträger*innen, wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrem weiteren Engagement und freue mich bereits auf das nächste Jahr, mit hoffentlich wieder vielen spannenden Projekten!

 

Ausgezeichnete Projekte

SeSiSta – Selbstbewußt-Sicher-Stark: Mit Schulungen zu Gewaltprävention und Selbstbehauptung für Kinder, Eltern und Lehrer sicherte sich der Förderverein der Grundschule Rheinmünster e.V. den ersten Platz des Förderpreises. Das Preisgeld von 5.000 Euro dient der Finanzierung der Seminare, die von geschulten Pädagogen an der Schule durchgeführt werden. Ziel des Projektes ist die Schaffung von Selbstbewusstsein und die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten in für Kinder typischen Konfliktsituationen.

Über den zweiten Platz und 3.000 Euro Preisgeld durfte sich der Förderverein des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums e.V. aus Bad Friedrichshall freuen. Mit dem Projekt „Globales Lernen am FvAG“ überzeugte der Verein die fünfköpfige Jury. In Zusammenarbeit mit den Eltern möchte die Schule einen Beitrag zu den 17 Nachhaltigkeitszielen leisten. Um dies zu erreichen, wurden in Gemeinschaftsarbeit Einzelprojekte umgesetzt wie der Bau eines Insektenhotels auf dem Schulhof oder Urban Gardening. Auch in der Upcycling-Schülerfirma sind sowohl Schüler als auch Eltern und Lehrer aktiv.

Der Förderverein Impulse e.V. der Abt-Bessel-Realschule in Buchen (Odenwald) überzeugte mit der Schülerfirma „Namaste Nepal“. In Zusammenarbeit mit dem Verein, Eltern und Lehrern importiert die Schülerfirma fair gehandelten Kaffee aus Nepal, röstet diesen in der Region und vertreibt ihn schließlich über Partner. Mit dem Gewinn sowie dem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für den dritten Platz wird der Wiederaufbau von Schulen im nepalesischen Gati finanziert, dass von dem Erdbeben 2015 schwer getroffen wurde.

Einer der vierten Plätze und 1.000 Euro Preisgeld ging an den Schulverein des Wirtemberg-Gymnasiums Stuttgart-Untertürkheim e.V. Im Treffpunkt WIGGY organisieren der Förderverein und die Schülerschaft regelmäßig Veranstaltungen, die verschiedene Themen beleuchten und für jeden offen sind. Die monatlichen Aktionen sind zum Teil künstlerischer Natur (Tanzkurse, Kabarettaufführungen, etc.), zum Teil werden auch ernstere Themen wie Alkoholprävention, Lernunterschiede bei Jungen und Mädchen oder Selbstverteidigung angegangen.

Das Projekt „LebensRaum Freihof-Realschule“ des Fördervereins der Freihofrealschule e.V. in Kirchheim unter Teck erhielt ebenfalls ein Preisgeld über 1.000 Euro. In dem Projekt arbeiten Eltern, Lehrer, Schüler und Ehemalige zusammen, um Aktionen zu Themen wie Aggression, Vandalismus oder Umgang im Netz umzusetzen. Für den Bereich Digitalisierung/Umgang im Netz wurden beispielsweise Tablets angeschafft, die besonders für den Unterricht ausgestattet sind und zu einem sichereren Umgang mit neuen Medien beitragen.

Andrea Bogner-Unden

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