Eröffnung Experimentelle

Kunst schafft Toleranz!

13.7.2018 (abu): Kunst einmal anders. In diesem Monat durfte ich bei der Eröffnung der Experimentellen im Werkpark neue Kunst am Ried dabei sein. In meinem Grußwort ging ich darauf ein, dass die Kunst einen wichtigen Part in unserer Gesellschaft einnimmt. Außerdem denke ich, dass es wichtig für unsere Region ist, dass die „Experimentelle“ überhaupt hier stattfindet. Denn die Kunst bietet die Möglichkeit, zentrale, gesellschaftliche Themen und Probleme zu benennen. Denn Kunst ist ein Feld, auf dem die Debatte, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, philosophischen und politischen Grundfragen ausgetragen wird. Doch hat Kunst auch das Potenzial, Menschen zusammen zu bringen und Empathie für einen anderen Menschen, nämlich für den Künstler, zu entwickeln. Doch ermöglich Kunst auch gesellschaftliche Teilhabe. Zum Beispiel durch gemeinsame Malkurse für Menschen unterschiedlicher Nationen, unterschiedlichen Alters, mit und ohne Handikap. Im Rahmen der Befassung mit und der Ausübung von Kunst, kann Kommunikation, Integration und Inklusion stattfinden, ohne dass man es besonders benennen muss. Und nicht zuletzt: KUNST SCHAFFT TOLERANZ! Sie ist Umgang mit Vielfalt und bietet Spielräume, um Neues und Innovatives, auch im Umgang miteinander, zu erproben. Ich finde es noch wichtig in der heutigen Zeit, dass es nicht darum gehen darf, unsere Kunst und Kulturvorstellungen jemandem aufzuzwingen.

Die „Experimentelle“ ist ein besonderes Beispiel grenzüber-schreitender Zusammenarbeit. Künstler aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz, stellen hier ihre Kunstwerke aus. Wir bekommen hier einen wertvollen Einblick in die zeitgenössische Kunst im Herzen Europas, eines Europas noch ohne Grenzen. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterhalb der nationalen Ebene erscheint mir in Zeiten einer Europapolitik auf nationaler Ebene, die von Streitigkeiten, Dissens, Machtpolitik, Populismus, Egoismus und Egozentrik geprägt ist, enorm wichtig. Wir müssen meiner Meinung nach ein Zeichen setzen, ein Europa von unten leben, auf vielen Ebenen: auf kommunaler Ebene durch Städtepartnerschaften oder Austausche von Schülern und Vereinen, durch Zusammenarbeit in der Bildungs- und Arbeitswelt, in der Wissenschaft, aber auch in der Kunst und der Kultur. So wird meiner Meinung nach Europa der Geist von Leben eingetaucht. Europa hat uns in den letzten 70 Jahren Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand gebracht. Es lohnt, sich dafür einzusetzen!

Ich danke all jenen von ganzem Herzen, die diese Ausstellung konzipiert und organisiert haben und damit etwas auf die Beine gestellt haben, das unsere Gesellschaft ein kleines bisschen lebens- und liebenswerter macht.

Mehr zur Ausstellungseröffnung können Sie im Pressebericht des Südkurier nachlesen unter: Südkurier 16.7.2018 zu Kunstausstellung Experimentelle .

 

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