Energieeffizienz und Klimaschutz in unseren Kommunen

19.02.2019 (is/abu) – Umweltminister Franz Untersteller hat gestern in Tübingen insgesamt vier Landkreisen, 17 Städten und 16 Gemeinden aus Baden-Württemberg den European Energy Award verliehen.

Aus dem Landkreis Sigmaringen erhalten Bad Saulgau und Leibertingen den Preis. Herzlichen Glückwunsch an die beiden Städte und ihre Verantwortlichen für die Auszeichnung zur Europäischen Energie- und Klimaschutzkommune. Ich bin sehr dankbar, dass diese Kommunen mit Ihrer Teilnahme ihren politischen Willen zeigen und leben, wie wichtig Energieeffizienz und Klimaschutz ist.

Für das Engagement zum Schutze der Natur wurde Bad Saulgau 2007 der Titel „Naturschutzkommune“ zugesprochen. Weiter führt die Stadt seit 2011 den Titel „Landeshauptstadt der Biodiversität“. Durch das Prädikat „Bad“ gibt es in Bad Saulgau hohe Anforderungen an die Luftqualität, die alle zehn Jahre durch Messungen nachgewiesen werden müssen.
Frühzeitig hat die Stadt auf die beginnende Klimaveränderung mit Vorbeugemaßnahmen reagiert und sukzessive in den Hochwasserschutz, die nachhaltige Forstwirtschaft, den Naturschutz und in Energie- und Verkehrsplanungen investiert. Nennenswert ist die umfassende Energie- und Verkehrsplanung im Gesamtstadtgebiet einschließlich der Ortsteile. Ein großer Schritt in Richtung Innenstadtentwicklung war die Realisierung der „Kernstadtentlastungsstraße“ mit großflächigen Ausgleichsmaßnahmen.

Verleihung des European Energy Awards am Montag, den 18. Februar 2019 in der Universitätsstadt Tübingen. Im Bild: Stadt Bad Saulgau

Auch für kleine Gemeinden wie Leibertingen ist es lohnenswert, sich nachhaltigen Überlegungen zu widmen. Das zeigt das Beispiel Leibertingen. Die Gemeinde mit ihren rund 2.200 Einwohnern liegt inmitten des Naturparks Obere Donau. 1999 wurde in Leibertingen das Freibad von einer Gasheizung auf Solarbeheizung umgestellt. Damit war der Grundstein für weitere nachhaltige Aktivitäten auf lokaler Ebene gelegt. So etwa die Bereitstellung des Schuldaches 2004 für eine Bürger-Photovoltaik GbR. Im Jahr 2009 wurden weitere Flächen für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage bereitgestellt. Den Schritt zum Bio-Energiedorf mit einem ersten kommunal getragenen Wärmenetz ging man im Jahr 2011. Diese Projekte zeigen, dass die Themen Energie und Umwelt den Gemeinderat und die Verwaltung schon vor der European Energy Award-Teilnahme aktiv bewegten. Doch die Beteiligung am eea-Prozess gibt Gelegenheit, sich strukturierter den Themen zu widmen, die im Alltagsgeschäft oft in den Hintergrund geraten. Zudem macht die erfolgreiche Teilnahme erst sicht- und messbar, wo die Gemeinde stehen, was sie schon erreicht hat haben und welche Wegstrecken noch bevor stehen. Die Teilnahme am eea-Prozess erfolgt seit 2015 in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ravensburg/Sigmaringen.

Verleihung des European Energy Awards am Montag, den 18. Februar 2019 in der Universitätsstadt Tübingen. Im Bild: Gemeinde Leibertingen

Andrea Bogner-Unden

Hier gehts zur Pressemitteilung des Umweltministeriums:

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/37-kommunen-im-land-erhalten-european-energy-award/

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