Hausärztliche Versorgung im Landkreis Sigmaringen – Genossenschaftliche Modelle

/ Dezember 21, 2021

Schon heute ist absehbar, dass viele Ärzt*innen in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden. Genossenschaftliche Hausarztmodelle sind aus meiner Sicht eine vielversprechende Möglichkeit, um etwas gegen den drohenden Ärztemangel im Ländlichen Raum zu tun. Deshalb habe ich mich in der vergangenen Woche digital mit unseren Bürgermeister*innen, der kassenärztlichen Vereinigung und dem Ministerium für Ländlichen Raum ausgetauscht.

Mit dem Ziel der Verbesserung der hausärztlichen Versorgung im Ländlichen Raum und dem Entgegenwirken des drohenden Ärztemangels habe ich Herrn Ullrich Eidenmüller eingeladen. Er ist ehemaliger Bürgermeister von Karlsruhe und betreut das Projekt „Genossenschaftliche Hausarztmodelle“ des Ministeriums für Ländlichen Raum, welches in der letzten Legislatur aufgesetzt wurde. Erste Machbarkeitsanalysen in 21 Städte und Gemeinden haben bisher die Basis für weitere Umsetzung des Modellprojekts der „Genossenschaftlichen Hausarztmodelle“ gelegt.

Auf meine Anfrage beim Ministerium für Ländlichen Raum erhielt ich die Antwort, dass derzeit noch keine Anträge für die zweite Förderphase gestellt wurden. Minister Hauk sagte mir zu, dass es möglich wäre, weitere Restmittel für das genossenschaftliche Hausarztmodell eventuell auch für den Landkreis Sigmaringen zu prüfen.

Nach der inhaltlichen (nicht öffentlichen) Diskussion halte ich fest: Für unser Ziel der sicheren Gesundheits- und Ärzteversorgung halte ich es für sehr wichtig, dass unsere Kommunen zusammenarbeiten. Die Kassenärztliche Vereinigung und auch das Ministerium für Ländlichen Raum haben zugesagt, koordinierend Unterstützung zu geben. Wir haben vereinbart, dafür im engen Austausch zu bleiben.

Nach dem Austausch mit den Bürgermeister*innen habe ich ein Pressegespräch mit der Schwäbischen Zeitung Bad Saulgau geführt. Den Presseartikel mit weiterführendem Einblick können Sie hier abrufen: Genossenschaftsmodell soll junge Ärzte in den Kreis Sigmaringen locken (schwaebische.de)

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