Schulbesuch in der Heimschule Kloster Wald zum Tag der Freien Schulen

/ November 12, 2021

Bereits zum siebten Mal organisierte die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg in diesem Jahr den Aktionstag „Tag der Freien Schulen“. Sehr gerne nahm ich daran teil und freute mich sehr, dass wieder ein Schulbesuch in Präsenz möglich war – diesmal an meiner ehemaligen Wirkungsstätte in der Mädchenheimschule Kloster Wald!

Warum braucht es überhaupt die Freien Schulen? Schulen in freier Trägerschaft sind Ausdruck einer lebendigen Bürgerschaft. Sie sorgen für die erwünschte Vielfalt in der Bildungslandschaft und liefern mit innovativen pädagogischen Konzepten wichtige Impulse, um das öffentliche Bildungssystem weiterzuentwickeln. So können z. B. die Schülerinnen in der Heimschule Kloster Wald neben ihrem Schulbesuch entweder eine Ausbildung zur Maßschneiderin, zur Holzbildhauerin oder zur Schreinerin /Tischlerin absolvieren.

Etwa 650 Schulen in freier Trägerschaft tragen in Baden-Württemberg zu einer lebendigen und vielfältigen Schullandschaft bei, indem sie gleichwertige, aber nicht gleichartige pädagogische Konzepte entwickeln und erproben. Das schätze ich sehr!

Mit der Änderung des Privatschulgesetzes stellten wir in den vergangenen Jahren die faire Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft auf eine neue, dauerhafte und insgesamt solide Grundlage. Dafür haben wir im Haushalt insgesamt 65 Millionen Euro bereitgestellt.

Im Privatschulgesetz haben wir verankert, dass 80 Prozent der Bruttokosten eines öffentlichen Schülers gedeckt werden. Damit gewährleisten wir, dass die Schulen in freier Trägerschaft eine verlässliche Grundausstattung bekommen. Wenn Schulen in freier Trägerschaft auf ein Schulgeld verzichten, gewährt ihnen das Land zudem einen finanziellen Ausgleich für die entgangenen Einnahmen.

Was für uns Grüne wichtig ist: Alle Schüler:innen sollen Zugang zu den Schulen in freier Trägerschaft haben – unabhängig von ihrem Geldbeutel. Es muss gewährleistet sein, dass allen Schüler*innen der Zugang ermöglicht wird. Daher sollte das Schulgeld nicht mehr als 160 Euro betragen. Übersteigt das Schulgeld diesen Betrag, muss die Schule einen sozialen Ausgleich anbieten.

Die Schulen in freier Trägerschaft sind unverzichtbar für unser Bildungswesen. Deshalb hat die Landesregierung auch ein Hilfspaket beschlossen, mit dem wir den Schulen mit insgesamt 21 Mio. Euro während der Corona-Pandemie unter die Armen greifen. Mit dem Sofortprogramm und den Liquiditätshilfen stellen wir sicher, dass die Schulen in freier Trägerschaft möglichst unbeschadet aus der Krise rauskommen.

Bei dem Gespräch mit den Schülerinnen nahmen dann auch Fragen zur Pandemie einen großen Raum ein, wie z. B. Fragen zu den Kontakt-Beschränkungen, zum Impfen oder zu den aktuellen pandemischen Entwicklungen. Die Mädchen interessierten sich jedoch auch für viele andere Bereiche, wie z. B. für die Preise für den ÖPNV, für mehr Bürgerbeteiligung oder wie ich zu den Grünen gekommen bin!

Vielen Dank an Herrn Rektor Hils und Lehrkraft Herr Huber für die Möglichkeit mit den Schüler:innen ins Gespräch zu kommen!

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