Die Zukunft der Ablachtalbahn

18.7.2018 (abu): Als Wahlkreisabgeordnete ist es mir ein wichtiges Anliegen, auszuloten, welche Zukunftspotentiale in der Ablachtalbahn liegen. Lassen wir Sie weiter verfallen oder versuchen wir sie zu reaktivieren?
Um Hintergrundinformationen zu erhalten und Unterstützungsmöglichkeiten durch die grün-schwarze Landesregierung zu erfragen, habe ich mich im April 2018 mit einem Schreiben zur Ablachtalbahn an das Verkehrsministerium in Stuttgart gewandt. Die Antwort des Ministers liegt mir mittlerweile vor und liegt dieser Pressemitteilung als Anlage bei.
Die wichtigsten Aussagen sind für mich, dass das Land die Ablachtalbahn seit 2015 mit 1,5 Millionen Euro fördert und dass die grün-schwarze Landesregierung die Bahn auch weiterhin fördern würde, unabhängig von der Trägerschaft. Sehr positiv beurteile ich auch, dass das Verkehrsministerium aktuell eine Gesamtstrategie zur Reaktivierung von stillgelegten Strecken im ganzen Land vorantreibt und entsprechende Untersuchungen veranlassen wird.
Zurzeit ist die Ablachtalbahn im Privatbesitz der Firma Tegometall. Aktuelle Schäden am Bahndamm in Richtung Stockach-Sauldorf müssten repariert werden.
Da die Ablachtalbahn an etlichen Kommunen, die sonst teilweise an den öffentlichen Personennahverkehr nur äußerst spärlich angebunden sind, im Landkreis Sigmaringen entlang führt , kommt ihr meiner Ansicht nach eine besondere Bedeutung im Hinblick auf eine Verbesserung des Verkehrsangebots im Landkreis Sigmaringen zu. Pendlern von und nach Stockach und in den Bodenseeraum könnte die Reaktivierung dieser Strecke für den Personennahverkehr eine sinnvolle Alternative zum Auto bieten.
Durch einen Anschluss an das Seehäsle ab Stockach könnte zudem der Landkreis Sigmaringen besser an den (Bodenseekreis) Landkreis Konstanz angebunden werden. Dies ist nicht zuletzt auch für den Tourismus in unserer Region wichtig, denn so könnte zum Beispiel der Wochenendausflugsverkehr gestärkt werden. Touristenattraktionen wie Campus Galli, das Donautal, Sigmaringen, Bad Saulgau, unsere anderen mittelalterlich geprägten hübschen Orte, die oberschwäbische Barockstraße und die Heuneburg wären dann vom Bodensee aus direkt mit der Bahn zu erreichen. Sicher würden auch Fahrradtouristen gerne diese Strecke nutzen.
Auch für den Güterverkehr sehe ich in der Ablachtalbahn ein zukunftsfähiges Projekt. Schwere Lasten, wie Steine, Holz, Bau -und Maschinenteile und anderes, könnten auf der Schiene transportiert werden und würden unsere Straßen und damit auch die Anwohner und den Personenverkehr entlasten.
Die Ablachtalbahn ist in meinen Augen ein zukunftsfähiges Projekt für den Landkreis Sigmaringen, da sie die Erreichbarkeitsschwächen insbesondere der Raumschaft Krauchenwies-Meßkirch bis nach Stockach beseitigen könnte. Als Lückenschluss und Anschluss an den Bodenseeraum würde sie zur Stärkung unseres ländlichen Raums beitragen.
Daher lohnt es sich meiner Meinung nach, diese Bahnstrecke wieder in Stand zu setzen und sowohl für den Güterverkehr als auch für den Personenverkehr zu reaktivieren.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.