Grundbildung und Alphabetisierung

29.11.2018 (abu/is) – Die Grundbildung und Alphabetisierung ist eines der am meisten unterschätzten Themen im Bildungsbereich. Aus diesem Grunde habe ich mich im Sommer diesen Jahres mit einem Antrag zur Grundbildung und Alphabetisierung sowie Weiter- und Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg an das Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport gewandt. Mit diesem Antrag soll in Erfahrung gebracht werden, was der aktuelle Stand beim Bündnis für Lebenslanges Lernen, dem Weiterbildungspakt sowie dem Landesprogramm Weiterbildung ist und wie ggf. die Weiter- und Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg noch weiter gestärkt werden kann.

Nachlesen können Sie den Antrag sowie die Stellungnahme der Landesregierung unter: http://Landtag Baden-Württemberg Drucksache 16_4555

Diese Woche hat das Kabinett Maßnahmen zur Förderung der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener beschlossen. Bis 2020 sollen landesweit sechs weitere Grundbildungszentren eingerichtet werden, wie es sie bereits in Heidelberg und Konstanz gibt. Dafür sowie für den Ausbau von Kursangeboten zur Alphabetisierung sollen bis 2020 1,2 Mio. Euro im Landeshaushalt bereitgestellt werden.

Zuletzt berichtete die Schwäbische Zeitung am 26.11.2018 darüber:

http://Schwäbische Zeitung vom 26.11.2018 „Land will 1,2 Millionen Euro für Alphabetisierung ausgeben“

Hintergrundinformationen:

In Deutschland gelten ca. 7,5 Mio. Erwachsene als funktionale Analphabeten, darunter circa eine Million in Baden-Württemberg. Die Gründung des Landesbeirats im November 2017 war daher ein wichtiger Schritt des Landes, um die Zahl der funktionalen Analphabetinnen/Analphabeten zu senken und das Niveau der Grundbildung anzuheben. Durchschnittlich gibt es in Deutschland einen Jobanteil mit Substitutionspotenzial von knapp 13,3 Prozent aufgrund der Digitalisierung. In Baden-Württemberg sind es etwa 17,4 Prozent, womit Baden-Württemberg deutschlandweit auf dem dritten Platz liegt. Deshalb sind eine gute Weiter- und Fortbildungen für den Erhalt von Arbeitsplätzen dringend notwendig, besonders im Bereich der digitalen Bildung. Auch wenn die Einrichtung des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung 2015 ein wichtiger Schritt war, gilt es, die niedrigschwellige Ansprache der betroffenen Personengruppen stetig zu verbessern und dabei auch die wichtige Arbeit der aufsuchenden Weiterbildungsberatung (AWBB) in den Blick zu nehmen. Ebenso gilt es, die Potenziale der Digitalisierung sowie neuer Formate für die Weiterbildung zu nutzen und, wo nötig, die Förderung durch das Land entsprechend anzupassen.

Andrea Bogner-Unden

 

 

 

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