Herzlichen Glückwunsch an Herrn Zachmann aus Bad Saulgau und an die Familie Pröbstle aus Scheer.

Verleihung 19. Landesnaturschutzpreis

Andrea Bogner-Unden MdL: „Herzlichen Glückwunsch an die beiden Preisträger Karl Zachmann aus Bad Saulgau und an die Familie Pröbstle aus Scheer.

Beide Preisträger sind herausragende und vorbildliche Naturschutzbotschafter für unseren Landkreis Sigmaringen. Sie zeigen mit ihrem Engagement wie praktischer Natur- und Artenschutz vor Ort wirkt. Herzlichen Dank an die Preisträger für ihren Einsatz zum Erhalt der Arten und der Schaffung neuer oder besserer Lebensräume für Tiere und Pflanzen. “

Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller hat heute (30.03.) in Stuttgart acht Preisträgerinnen und Preisträgern den 19. Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg verliehen. Das Motto des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preises lautet: „Hummel, Has‘ und Salamander – Vielfalt geht nur miteinander!“.

„Die biologische Vielfalt ist die tragende Säule der menschlichen Existenz“, betonte der Minister und Vorsitzende der Stiftung Naturschutzfonds. „Ohne sie gäbe es keine fruchtbaren Böden, keine gesicherte Ernährung und kein Gleichgewicht zwischen Wasserhaushalt und Klima“. Untersteller mahnte an, den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzusehen, die es gemeinsam zu meistern gelte.

„Es geht beim Thema Biodiversität nicht um ein paar Arten, die man schützen muss. Es geht vielmehr um das Netz des Lebens, das zu zerreißen droht, wenn es uns nicht gelingt, den Abwärtstrend zu stoppen und umzukehren“, unterstrich der Umwelt- und Naturschutzminister. Auch die Landesregierung sehe sich in besonderem Maße in der Verantwortung, die Artenvielfalt zu erhalten und habe mit der Erhöhung des Naturschutzetats und dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt entsprechend reagiert.

Mit dem diesjährigen Landesnaturschutzpreis werden Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der Arten und die Schaffung neuer oder besserer Lebensräume für Tiere und Pflanzen einsetzen. „Die Preisträgerinnen und Preisträger engagieren sich mit vielfältigen innovativen Ideen und Projekten für Lebensräume von Pflanzen und Tieren, betreiben kreative Öffentlichkeitsarbeit und bieten spannende Bildungsmaßnahmen an“, sagte der Vorsitzende der Stiftung Naturschutzfonds, Minister Untersteller. „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität im Land“.

Ergänzende Informationen

Die Stiftung Naturschutzfonds vergibt den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Landesnaturschutzpreis seit 1982 alle zwei Jahre. In der Regel wird das Preisgeld auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger aufgeteilt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 19. Landesnaturschutzpreises sind aus dem Landkreis Sigmaringen sind:

Karl Zachmann, Bad Saulgau: Karl Zachmann – ehrenamtlicher Biberberater im Kreis Sigmaringen
Als Biberberater setzt sich Karl Zachmann seit 2012 mit Erfolg dafür ein, Betroffenen die Schutzwürdigkeit des Bibers zu erläutern und Verständnis für dessen Aktivitäten zu wecken. Dabei geht sein Einsatz weit über das hinaus, was er als Ehrenamtlicher leisten müsste. Karl Zachmann hält genau fest, wo in seinem Bearbeitungsgebiet sich wie viele Biber befinden, analysiert die Problemlage und schlägt fachkundige Maßnahmen vor. Durch seine ausgeprägten sozialen Kompetenzen versteht er es zudem, die Menschen mitzunehmen und Lösungen zu erwirken. Er trägt damit wesentlich zur gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Tierart bei.

Pröbstle Biohof GbR, Scheer: Artenvielfalt vom Acker bis auf den Teller begleitet: Genuss, der nach Oberschwaben schmeckt
Seit 1987 gestaltet die Familie Pröbstle auf ihrem Bioland-Betrieb die Landwirtschaft mit großem Engagement und zahlreichen kreativen Ideen so, dass die Lebensräume für Flora und Fauna bewahrt und gefördert werden. Im Familienbetrieb werden die Pflege und Entwicklung von artenreichem Grünland sowie der Anbau alter Urgetreidesorten umgesetzt. Die von Familie Pröbstle extensiv gepflegten Hochstamm-Streuobstwiesen weisen eine besondere Sortenvielfalt und einen hohen Altbestand auf. Unter dem Motto „Vom Grashalm bis hin zum Teller“ gelingt es den Betreibern des Biohofs, durch Aktionstage, das Anbieten von Schülerpraktika sowie Mit-Mach-Aktionen wie die Apfelbaum- und Bienenpatenschaften, die Kunden aktiv in das Thema Artenvielfalt und ihren Erhalt einzubeziehen.

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