Herzlichen Dank für die Einladung an Tobias Buck vom Rotary Club Bad Saulgau-Riedlingen.

Gemeinschaftsschule bietet die besten Grundlagen, um künftige Herausforderungen zu bewältigen

Auf Einladung des Rotary Club Bad Saulgau-Riedlingen zum Thema „Welche Bildung brauchen unsere Kinder, um zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können“ fuhr ich am vergangenen Montag nach Bad Saulgau, um nach einem einführenden Vortrag mit den Mitgliedern über Schulpolitik zu diskutieren.

Dabei sehe ich die größten Herausforderungen

  • in der wachsenden Heterogenität der Schülerinnen und Schüler,
  • in den Anforderungen, die die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft an die Schülerinnen und Schüler stellt und
  • in der noch fehlenden Chancen- und Leistungsgerechtigkeit in unserem Bildungssystem.

Besonders ging ich deshalb auf die Gemeinschaftsschule und ihren methodischen Ansatz ein, die für mich die beste Möglichkeit ist, diese Aufgabenstellung der Zukunft zu bewältigen.

Zum Beispiel durch: Differenzierung des Unterrichts in jedem Fach in drei Leistungsstufen (unterschiedliche Begabungen der Schüler*innen), durch den passenden Methoden-Mix, der sich an den Fähigkeiten der Schüler*innen orientiert. So lernen begabte Schüler*innen besser selbstständig, schwächere Schüler*innen mit intensiverer Führung. Das Problem der Chancengerechtigkeit wird in den Gemeinschaftsschulen dadurch aufgefangen, dass Schüler*innen aller Gesellschaftsschichten gleichmäßig gefördert werden. Der Ganztagsbetrieb bietet auch denjenigen eine Chance, deren Eltern sich nicht um die Hausaufgaben und Schulangelegenheiten kümmern können oder teuren Nachhilfeunterricht bezahlen können. Außerdem werden die Kinder nicht schon mit neun Jahren in Kategorien gesteckt (Hauptschüler, Realschüler, Gymnasiasten), die sich natürlich auch in Selbstwertgefühl, der Selbsteinschätzung und damit auch der Leistungsfähigkeit der Kinder niederschlägt.

Die Gemeinschaftsschulen sind auch hervorragende Schulen für den ländlichen Raum, da durch sie kleinere Schulstandorten gehalten werden können und sie für alle Kinder ortsnah alle Abschlüsse anbieten.

Ich persönlich halte es allerdings für wichtig, dass Bildung nicht nur als Wissensvermittlung in einzelnen Fächern verstanden wird, sondern als ganzheitliche Menschbildung, zu der Sozialverhalten und Werteerziehung gehört.

Andrea Bogner-Unden

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