Mit der Referentin Juliane Vees, Vorsitzende des Landfrauenverbands Württemberg-Hohenzollern

Kreisbauerntag 2020 in Laiz

Miteinander im Dialog bleiben! Die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern wurden beim Kreisbauerntag deutlich kommuniziert. Die Landwirte brauchen Planungssicherheit und neue Perspektiven. Die Herausforderungen müssen wir gemeinsam mit den Landwirten gestalten!

Dazu noch einmal mein Wortbeitrag beim Mahnfeuer der Landwirte am 04. Januar 2020 in Herbertingen:

Liebe Landwirte!

Ich freue mich, dass Sie mich zu ihrer Veranstaltung heute eingeladen haben, denn wir sollten miteinander und nicht über einander reden.

Zwei unterschiedliche Haltungen trennen zurzeit unsere Gesellschaft.

Auf der einen Seite stehen die Naturschützer, die ihre Existenz durch das Artensterben und den Klimawandel bedroht sehen, auf der anderen Seite stehen Sie als Landwirte, die Ihre Betriebe und damit Ihre Existenz bedroht sehen.

Ich selbst sehe sehr viele Ähnlichkeiten in der Zielsetzung und bin der Meinung, dass wir nur gemeinsam eine sinnvolle Zukunft gestalten können.

Miteinander nicht gegeneinander!

Denn wir alle, Naturschützer wie auch Sie als Landwirte, stehen für Insekten- und Naturschutz, für sauberes Grundwasser und gesunde Lebensmittel, für eine klimaschonende Landwirtschaft und für Tierwohl in den Ställen. Das habe ich aus ihren Veröffentlichungen entnommen („Land schafft Verbindung“).

Wir alle wollen auch die kleinbäuerliche Struktur der Landwirtschaft hier in unserer Region erhalten. Das ist wichtig für die Arbeitsplätze, die die Menschen in den Dörfern halten und die unsere ländlichen Räume lebens- und liebenswert erhalten.

Das ist auch wichtig für unsere CO2-Bilanz, denn importierte Lebensmittel wirken sich hier äußerst negativ aus.

Deshalb müssen die notwendigen Veränderungen von allen mitgetragen werden:

  • von den Bürgerinnen und Bürgern in den Städten, in dem sie für mehr Begrünung der Hauswände und Dächer sorgen und keine Steingärten anlegen,
  • von den Verbraucherinnen und Verbraucher, in dem sie regional einkaufen und bereit sind, einen fairen Preis zu bezahlen,
  • von der Wirtschaft, die bereit sein muss, regionale Produkte zu kennzeichnen – mit einer Qualitäts- und einer Herkunftskennzeichnung,
  • von Ihnen als Landwirten, die smarte Lösungen finden müssen, um ihre Flächen sowohl ökologisch als auch ökonomisch erfolgreich bewirtschaften zu können und
  • von uns Politikerinnen und Politiker, die sinnvolle Rahmenbedingungen setzen müssen, in Kooperation und in Rücksprache mit allen Beteiligten.

Deshalb bin ich gekommen und freue mich auf die Gespräche mit Ihnen. Vielen Dank!

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